Vorlesen, wenn du nicht im Zimmer bist
Das Kind wacht auf, du sitzt gerade am Esstisch oder bist unterwegs. Im Betrachter wählst du eine Geschichte, und das Kamera-Handy erzählt sie über seinen Lautsprecher. Die Hörspiele sind vorab mit einer KI-Stimme eingesprochen und liegen auf dem Server, das Kamera-Handy spielt sie nur ab.
Vierzehn Geschichten, bekannte und seltene
Zur Auswahl stehen Klassiker der Brüder Grimm in sanfter Fassung, etwa der Froschkönig, die Sterntaler und die Wichtelmänner. Dazu kommen schöne, weniger bekannte Märchen: die Bienenkönigin, der Mond und der goldene Schlüssel, ein sehr kurzes Märchen, das bewusst offen endet. Andersens Sandmann Ole Luk-Oie ist frei erzählt, und mehrere eigene Einschlafgeschichten sind im Märchenstil geschrieben, zum Beispiel von der kleinen Eule, die nicht schlafen wollte, vom Windmüller mit seiner Sternenmühle, von der Schildkröte, die den Mond trug, und von den sieben Zwergen mit ihrem einen Bett. Jede Geschichte dauert vier bis neun Minuten. Bei jeder steht dabei, woher sie stammt.
Erst selbst anhören
Mit dem Kopfhörer-Knopf spielst du jede Geschichte auf deinem eigenen Handy ab, bevor das Kind sie hört. Du kannst an jede Stelle springen, 15 Sekunden vor- oder zurückspulen und siehst die Laufzeit. So prüfst du in Ruhe, ob eine Geschichte zu deinem Kind passt, ob die Stimme gefällt und ob am Ende nichts Aufregendes kommt. Das Anhören läuft nur bei dir und hat nichts mit dem Kamera-Handy zu tun.
Eigene Aufnahmen hochladen
Du musst nicht bei meinen Märchen bleiben. Unter „Meine Aufnahmen“ lädst du eigene Dateien als MP3, M4A oder OGG hoch, zum Beispiel eine selbst erzählte Gutenachtgeschichte, ein Lied oder Grüße von Oma und Opa. Sie verhalten sich wie die Märchen: Du hörst sie vorab an, spielst sie am Kamera-Handy ab, nimmst sie in die Playlist und siehst die Auswertung. Pro Haushalt sind zehn Dateien und 150 MB möglich, je Datei bis 30 MB. Die Dateien liegen verschlüsselt bei deinem Haushalt, werden nicht ausgewertet und lassen sich jederzeit löschen. Lade bitte nur Aufnahmen hoch, an denen du die Rechte hast und mit denen alle zu hörenden Personen einverstanden sind.
Eine Aufnahme kannst du außerdem für alle anderen Eltern vorschlagen (Schaltfläche mit dem Globus). Dafür bestätigst du, dass du die Rechte hast und alle zu hörenden Personen einverstanden sind. Ich höre sie mir an und gebe sie frei oder lehne sie ab. Freigegebene Aufnahmen erscheinen für alle unter „Von Eltern geteilt“, ohne dein Konto oder deinen Namen. Du kannst die Freigabe jederzeit zurückziehen, dann verschwindet die Aufnahme wieder.
Steuern wie einen Player
Du kannst pausieren, zur nächsten Geschichte springen und die Lautstärke ändern. Mit der Playlist laufen mehrere Geschichten hintereinander, mit „Wiederholen“ beginnt die Liste von vorn. Der Einschlaf-Timer blendet die Geschichte nach 15 bis 90 Minuten leise aus, und mit „Stopp“ blendet sie sofort aus, statt abrupt zu enden. Spricht jemand über die Sprechtaste ins Zimmer, wird die Geschichte währenddessen leiser.
Hat es etwas gebracht?
Die Kamera misst ohnehin Geräusch und Bewegung als Zahlen. VintageCam vergleicht die zehn Minuten vor der Geschichte mit den zehn Minuten danach und sagt dir, ob es ruhiger, ähnlich oder unruhiger war und wie lange es bis zur Ruhe dauerte. Mit der Zeit siehst du, welche Geschichte bei deinem Kind meist wirkt. Während die Geschichte läuft, ist der Geräusch-Alarm pausiert, weil das Handy sich sonst selbst hören würde; der Bewegungsalarm bleibt an.
Die Auswertung ist eine Orientierung aus Geräuschpegel und Bewegung. VintageCam ist kein Medizinprodukt, stellt keine Diagnose und ersetzt weder ärztlichen Rat noch die Aufsicht über dein Kind. Eine Geschichte ist auch kein Garantieschein für den Schlaf.
Wer hört mit
Es gehen keine Bilder, Töne oder Positionen an einen KI-Dienst. Die Hörspiele wurden einmal vorab erzeugt; zur Laufzeit wird nichts an den Sprachdienst geschickt. Gespeichert wird nur der Verlauf deiner Wiedergaben mit der Auswertung, höchstens 180 Tage und 60 Einträge, und du kannst ihn jederzeit löschen.