Wo liegen meine Aufnahmen? Datenschutz bei VintageCam
Was VintageCam speichert, wie lange, wo und wie verschlüsselt, und was nicht. Ehrlich, auch bei den Grenzen der Verschlüsselung.
Wer eine Kamera ins Kinderzimmer stellt, möchte wissen, was damit passiert. Hier steht, was VintageCam speichert und was nicht. Maßgeblich ist immer die Datenschutzerklärung; dieser Beitrag erklärt sie in Alltagssprache.
Was nicht gespeichert wird
Live-Video, Standbild-Vorschau, Ton und Rücksprache werden vom Server nur weitergeleitet, solange ein Betrachter sie anfordert. Sie werden nicht aufgezeichnet. Wer nur zuschaut oder zuhört, hinterlässt keine Aufnahme. Auch die Schlafanalyse speichert weder Bilder noch Ton, sondern nur Zahlenwerte zu Lautstärke und Bewegung. Der Bewegungsalarm wertet das Bild auf dem Kamera-Handy aus und überträgt nichts, solange nichts passiert.
Was bei einem Alarm gespeichert wird
Löst die Kamera aus, entsteht ein Ereignis mit Uhrzeit, Lautstärke, einem kurzen Tonausschnitt und einem Standbild, im Plan Komplett auch einem kurzen Video. Diese Aufnahmen sind nur für dein Konto beziehungsweise deinen Haushalt abrufbar. Es werden höchstens die letzten 100 Ereignisse und höchstens 30 Tage behalten, danach löscht der Server sie automatisch. Du kannst Aufnahmen auch früher löschen.
Wie die Verschlüsselung funktioniert
Alarm-Ton, Standbilder und Videos liegen auf der Festplatte nur verschlüsselt (AES-256-GCM). Der Schlüssel liegt getrennt von Daten und Sicherungen. Wer also eine Festplatte oder eine Sicherungskopie in die Hände bekäme, fände nur Chiffrat. Jede Datei hat einen eigenen abgeleiteten Schlüssel, der an ihren Ort im Konto gebunden ist; manipulierte Dateien werden nicht ausgeliefert.
Die Grenze: Das ist keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Der Server entschlüsselt eine Aufnahme, wenn du sie ansiehst, und wer Administratorzugriff auf den laufenden Server hat, kann an den Schlüssel kommen. Wir behaupten deshalb nicht, dass niemand jemals mitlesen könnte, sondern dass abgelegte Daten nicht einfach lesbar herumliegen.
Wo der Server steht
VintageCam wird von mir selbst betrieben und auf einem Server in Deutschland gehostet. Es gibt keine Tracking-Cookies und keine Analysedienste. Das einzige Cookie hält deine Anmeldung. Meldest du dich mit Google an, wird das Anmelde-Token bei Google geprüft; dabei übernimmt der Server deine bestätigte E-Mail-Adresse.
Standort und Handy-Schutz
Wenn du ein Handy als Alarmanlage oder mit „Dieses Handy schützen“ laufen lässt, meldet es seine Position an den Server. Die Spur wird höchstens 14 Tage und höchstens 6.000 Punkte je Gerät gespeichert, kann jederzeit gelöscht werden und ist Teil von Selbstauskunft und Datenexport. Beim Handy-Schutz sehen alle Mitglieder deines Haushalts die Route; Android zeigt solange eine Benachrichtigung. Schalte es nur auf Handys ein, die dir gehören oder deren Besitzer es weiß.
Auskunft, Export, Löschen
Du kannst deine Daten als Export herunterladen, eine Selbstauskunft anfordern und dein Konto löschen. Beim Löschen verschwinden Aufnahmen, Spuren und Sitzungen mit.
Was du selbst tun kannst
Vergib Raumnamen, die nicht vollständig sind („Kinderzimmer“ statt Vor- und Nachname). Lade nur Menschen in den Haushalt ein, denen du vertraust, denn sie sehen dieselben Aufnahmen. Und sichere deinen Zugang mit einem starken Passwort oder der Google-Anmeldung.
