Alarme richtig einstellen: Weniger Fehlalarme, nichts verpassen
Empfindlichkeit, Mindestdauer, Pausen und Auslöser: So stellst du VintageCam so ein, dass es meldet, wenn es wichtig ist, und sonst Ruhe gibt.
Ein Alarm, der zu oft kommt, wird irgendwann ignoriert. Ein Alarm, der zu selten kommt, nützt nichts. Die Kunst liegt in der Mitte, und sie ist bei jedem Raum etwas anders.
Geräusch-Alarm: Schwelle und Mindestdauer
VintageCam misst die Lautstärke alle 40 Millisekunden. Alles über der Schwelle zählt als laute Zeit, jede Messung darunter zieht nur die halbe Zeit wieder ab. Der Alarm kommt, sobald die laute Zeit die Mindestdauer erreicht, standardmäßig eine halbe Sekunde. Dadurch löst auch ein Kind aus, das beim Weinen kurz Luft holt, ein einzelnes Klacken dagegen nicht.
Die Schwelle pegelt die Kamera in den ersten drei Minuten nach dem Start von selbst ein, auf etwa 6 Dezibel über der Grundlautstärke des Raums. Das passt für die meisten Räume. Wer von Hand eingreifen möchte, aktiviert den erweiterten Modus und sieht dann im Pegelbalken einen weißen Strich für die Schwelle. Senkst du sie, wird die Kamera empfindlicher. Schau dir am besten an, wie hoch der Pegel bei dem Geräusch ausschlägt, das du hören willst, und setze die Schwelle knapp darunter.
Pausen zwischen Alarmen
Nach einem Alarm gibt es eine einstellbare Pause. Sie verhindert, dass dich ein weinendes Kind im Minutentakt benachrichtigt. Stelle sie lang genug, dass du nicht zugeschüttet wirst, und kurz genug, dass du merkst, wenn es nach einer Ruhephase wieder anfängt. Für ein Neugeborenes eher kürzer, für einen Hund, der gelegentlich bellt, eher länger.
Bewegungsalarm
Der Bewegungsalarm im Plan Komplett ist standardmäßig aus. Die Empfindlichkeit reicht von 1 bis 10, Standard ist 5. Je höher, desto weniger Veränderung im Bild reicht aus. Vorsicht bei Räumen mit Vorhängen, Ventilator oder Fernseher: Sie bewegen sich laufend. Teste die Einstellung ein, zwei Tage und senke die Empfindlichkeit, wenn du zu viele Meldungen bekommst.
Manipulationsschutz und Handy-Schutz
Mit Ultimate sind Auslöser einzeln schaltbar: Bewegung des Geräts, Ortswechsel per GPS, Ladekabel und verdecktes Objektiv. Jeder hat eine eigene Reaktion: automatisch, nur stille Meldung oder Sirene. Eine sinnvolle Aufteilung für das Handy in der Handtasche: Anheben und Bewegung nur still melden, damit nicht jeder Schritt Alarm schlägt, den Ortswechsel dagegen mit Sirene beantworten. Für ein Kamera-Handy im Kinderzimmer: Ladekabel und Bewegung mit Sirene, GPS ausgeschaltet.
Erst testen, dann verlassen
Löse jeden Alarmweg einmal absichtlich aus, bevor du dich darauf verlässt: laut klatschen, Handy anheben, Ladekabel ziehen. Prüfe, dass die Meldung auf allen Handys im Haushalt ankommt und wie schnell. Prüfe auch, dass deine Akku-Optimierung die App nicht ausbremst.
Wenn zu viel kommt
Zu viele Meldungen sind fast immer ein Zeichen für eine zu niedrige Schwelle oder eine zu hohe Empfindlichkeit, selten für ein Problem der Technik. Drehe immer nur eine Einstellung auf einmal und beobachte eine Nacht lang, was passiert.
